05/11/2025
Irgendwann geht auch die schönste Saison zu Ende!
Mit goldenen Herbsttagen auf der belgischen Maas wurden wir standesgemäß verabschiedet – fast, als hätte Neptun persönlich den Hut gezogen. Nun noch zehn Tage die Blessuren der Saison pflegen, Roststellen am Ego überpinseln – und dann heißt’s: Kurs Heimat!
Über 2.500 km führte uns die diesjährige Reise – nautisch gesehen also einmal quer durch die Gemütlichkeit.
Gestartet in Meppen an der Ems, schipperten wir im Frühjahr bis nach IJlst bei Sneek. Groningen, Dokkum, Leeuwarden – alles angelaufen, brav geknipst und für „empfehlenswert" erklärt. Die legendäre Turfroute beendete den ersten Akt, bevor das Getriebe zur Kur durfte – Wellness mit Ölwechsel inklusive.
Mitte Juli wieder „alle an Deck, klar zum Ablegen!“ – und weiter ging’s auf der Amstel-Vecht-Runde. Danach gemütlich über die hübsche Linge, durch den Biesbosch (wo die Mücken den Funk übernehmen) und über Zeeland bis Vlissingen. Entlang der belgischen Küste erreichten wir in Nieuwpoort wieder Binnengewässer – endlich wieder ohne Wellengymnastik!
Belgien begeisterte uns auf ganzer Linie: Brügge zum Dahinschmelzen, die Leie zum Dahingleiten, Gent zum Verweilen – und das Sahnehäubchen: 73 Meter Aufstieg im Strepy-Thieu-Hebewerk! (Da wird selbst der Skipper ehrfürchtig still – zumindest kurz.)
Über den Canal du Centre und die Sambre gings dann auf die Maas, wo wir heute in unserem Winterhafen in Huy festgemacht haben.
Damit ist eine wundervoll erlebnisreiche Saison zu Ende gegangen. Wir sind dankbar – und ehrlich gesagt auch ein bisschen stolz –, dass wir diesmal nur geplante Reparaturen hatten.
Den schrecklich bootlosen Winter werden wir uns – wie schon die letzten – mit unserer Landyacht in wärmeren Gefilden vertreiben. Bis es wieder heißt: Leinen los zu neuen Abenteuern!
Wohin? Wodurch? Wer weiß das schon – wir lassen uns überraschen.
Euch allen wünschen wir einen kurzen und schmerzlosen Winter 🥰!