03/09/2026
Grauguss hat den Ruf, sich gut zerspanen zu lassen. Stimmt nur bedingt. 🔧
In unserem Video zeigen wir eine komplette Bearbeitung von GG25 in einer Aufspannung – vom Schruppen über das Schlichten bis zum Bohren.
Beim Schruppen kommt eine CNMG 120408-DGS Wendeplatte in unserer Hartmetallsorte TF CR31 15 zum Einsatz, bei Vc 300 m/min, fn 0,35 mm/U und ap 3,5 mm. Beim Schlichten folgt eine DNMG 150604-DGM, ebenfalls in TF CR31 15, mit Vc 380 m/min, fn 0,15 mm/U und ap 0,5 mm. Die Bohrung übernimmt ein Wendeplattenbohrer WPB-250-4D-S25-X07 mit der Wendeplatte XPMG 07T306-VB in TF PU61 30, bei Vc 180 m/min und fn 0,10 mm/U.
Aber was macht GG25 eigentlich zur Herausforderung?
Im Gefüge von GG25 liegen fein verästelte Graphitblättchen vor, sogenannte Lamellen. Sie wirken wie ein natürlicher Spanbrecher und Festschmierstoff und sorgen für kurzbrechende, unproblematische Späne. Gleichzeitig stecken im Gefüge harte, eingelagerte Karbide, die die Schneide abrasiv beanspruchen – besonders im Bereich der Freifläche. Genau dieser Gegensatz entscheidet am Ende über die Standzeit.
Unsere Hartmetallsorte TF CR31 15, die im Video im Einsatz ist, ist genau auf diese Herausforderung ausgelegt: Sie deckt Schlichten bis mittlere Bearbeitung ab, meistert kontinuierliche Schnitte ebenso wie Schruppoperationen – und ist damit optimal auf die Verschleißmechanismen in Gusswerkstoffen abgestimmt. 🎥