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Die Rurtalbahn GmbH erbringt den Schienenpersonennahverkehr im Kreis Düren auf den Strecken Rurtalbahn und Eifel-Bördebahn. Als Besonderheit betreibt und unterhält die Rurtalbahn GmbH auch das Streckennetz auf dem die Personenzüge verkehren. Die eigenen Schienenfahrzeuge und Fahrzeuge von externen Kunden werden in der eigenen Fachwerkstatt instandgehalten. Der Sitz der Rurtalbahn GmbH ist Düren.
1903 fuhr die erste Rurtalbahn von Düren nach Heimbach und 1908 kam die Dürener Kreisbahn, elektrisch und dampfbetrieben, hinzu.
1970: Der Kreis Düren trat in zähe und lange Verhandlungen mit der Bahn, um eine Stilllegung zu verhindern. Das Ergebnis war die Übernahme der Strecken durch die Dürener Kreisbahn im Juli 1992. Die Übernahme war perfekt und am 23.05.1993 ging die erste Rurtalbahn unter der Flagge der DKB auf Jungfernfahrt.
Bereits 1997 zeigte der Einsatz der neuen RegioSprinter erste Erfolge. Die Fahrgastzahlen der Rurtalbahn stiegen, verglichen mit dem Betrieb durch die Deutsche Bundesbahn, um 500%. Im Juni 2002 wurde die Strecke Jülich - Linnich für den Personenverkehr wieder in Betrieb genommen.
2002: Der Aufsichtsrat der Rurtalbahn GmbH beschließt die Veräußerung von 74,9% seiner Anteile an die R.A.T.H. GmbH. Die R.A.T.H. GmbH ist nun zusammen mit dem Kreis Düren der Betreiber des Schienenpersonennahverkehrs in Düren, sowie der Güterverkehrssparte der Rurtalbahn.
2004: Der Heerlen-Heimbach-Express ist das Ergebnis einer gelungenen Kooperation zwischen dem Aachener Verkehrsverbund (AVV), der DB Regio, sowie der Rurtalbahn. Ein durchgehender Zug von Heerlen bis Heimbach bringt von nun an unsere niederländischen Nachbarn in den Nationalpark Eifel. Die Expansion des Unternehmens vollzieht sich in anderen Unternehmensbereichen der Rurtalbahn adäquat. So ist die seit 1998 in Betrieb genommene Werkstatt auch für Dritte geöffnet. Hier werden zunächst neben den RegioSprintern der Rurtalbahn hauptsächlich die Busse der DKB gewartet und repariert. Doch immer mehr Fremdfirmen nehmen das Angebot der Werkstatt wahr.
2005: Mit dem Fahrplanwechsel 2005/2006 erweitert die Rurtalbahn und hiermit die RATH Gruppe, ihre Tätigkeiten im Schienenpersonennahverkehr. Nach dem Gewinn der Ausschreibung der Odenwaldbahn, gründet die Rurtalbahn zusammen mit der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF) die VIAS. Somit betreibt die RATH nunmehr zwei SPNV-Netze. Das Netz der Odenwaldbahn verbindet Frankfurt a.M. mit Darmstadt, Hanau und Ebersbach.
Auch der Güterverkehr entwickelt sich in den vergangenen Jahren positiv weiter: Täglich werden verschiedene Firmen in der Region durch die Rurtalbahn bedient. Die belieferte Fracht besteht hauptsächlich aus Kohle, Cellulose, Kalk, sowie Bleierz. Daneben werden jedoch auch Container befördert. Ein Teil dieser Verkehre läuft über die reaktivierten Strecken Düren - Zülpich - Euskirchen. Zudem fahren regional Güterzüge der Rurtalbahn im Wechselverkehr für die DB Cargo.
2008: Die Rurtalbahn erhält den Zuschlag vom Nahverkehr Rheinland für den Weiterbetrieb des Streckenabschnitts Düren - Heimbach bis 2024. Für diesen Streckenabschnitt konnten mit der Vergabe des Betriebs neue Triebfahrzeuge angeschafft werden. So wurden die Fahrzeuge Typ RegioSprinter gegen moderne Triebfahrzeuge des Typs RegioShuttle ausgetauscht.
Die Abteilung Cargo (Güterverkehr) wird aus der Rurtalbahn GmbH herausgelöst und als eigenes Unternehmen Rurtalbahn Cargo GmbH (RTB Cargo) mit Sitz in Aachen ausgelagert.
2012: Die Rurtalbahn reaktiviert die Strecke der Wurmtalbahn zwischen Heinsberg und Lindern. Damit ist die Stadt Heinsberg seit den 1980er Jahren wieder an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Das 12,2 km lange Streckennetz wurde zum Fahrplanwechsel 2013 für den Fahrbetrieb fertiggestellt. Nach dem Wiedergewinn des Nordastes der Rurtalbahn zwischen Düren und Linnich, wurde die Flotte der Rurtalbahn modernisiert durch Triebwagen der Typen RS1 und LINT. Diese lösten Schritt für Schritt die altgedienten RegioShuttle ab.