09/06/2026
🔴 Berlin. Hinter den Kulissen der Reisebranche.
Was unsere Erste Vorsitzende in den vergangenen Tagen in Berlin erlebt und erfahren hat, hat sie tief erschüttert.
In einem sehr persönlichen und schonungslos offenen Kommentar beschreibt sie ihre Eindrücke, stellt unbequeme Fragen und erklärt, warum sie gerade jetzt nicht schweigen will:
Wen es interessiert: Hier ihr persönlicher Bericht aus Berlin:
"Ich schreibe diese Zeilen aus Berlin 🇩🇪, weil ich mir etwas von der Seele schreiben muss. Sonst platze ich. 😡
Über 40 Jahre bin ich in dieser Branche. Ich dachte, ich hätte an Schlechtigkeit, Machtspielen und Intrigen schon alles erlebt. Ich habe mich geirrt. 😞
Das, was aktuell passiert, ist für mich das Allerletzte.
Primär ärgert mich ein Sachverhalt rund um den DRSF: Die DERTOUR Deutschland hat den DRSF aus eigenen Mitteln verklagt und gewonnen. ⚖️ Es ging um die Doppelzahlung zur Absicherung der Kundengelder.
Jetzt geht der DRSF auf Veranlassung des Bundesjustizministeriums gegen die DERTOUR vor – finanziert aus dem Vermögen des DRSF. 💰
Und wer gehört zu den größten Einzahlern dieses Fonds? Die DERTOUR.
Mit anderen Worten: Sie finanziert über ihre Beiträge mittelbar das Verfahren gegen sich selbst. 🤯 Unfassbar!
Das muss mir einmal jemand erklären.
Noch erschreckender finde ich aber etwas anderes: Das BMJV ist Aufsichtsbehörde für den DRSF – keine "Bestimmungsbehörde" für die Reisebranche. 🏛️ Trotzdem entsteht bei mir der Eindruck, dass die Gesellschafter nur noch mit den Hacken schlagen, wenn aus dem BMJV etwas vorgegeben wird.
Und noch schlimmer: Sie lassen offenbar alles zu.
Warum? 🤔
Aus Angst vor persönlicher Haftung? Aus Angst davor, dass frühere Entscheidungen aufgearbeitet werden? Oder weil an den Vorwürfen doch mehr dran ist, als viele wahrhaben wollen?
Wenn Zusammenhalt nur noch daraus besteht, dass alle schweigen, damit die gemeinsame Leiche im Keller nicht gefunden wird, dann ist das kein Zusammenhalt. Dann ist das eine Schicksalsgemeinschaft aus Angst. ⚠️
Fast eine Milliarde (!) Euro liegen im DRSF. Dieses Geld gehört nicht dem Staat. Es sind keine Steuergelder. Es gehört der Tourismuswirtschaft. ✈️
Und noch etwas hätte ich nie gedacht: Ich habe die über viele Jahre sehr kritisch gesehen. Heute bin ich fast froh, mit ihr im Dialog zu sein. Denn angesichts dessen, was ich derzeit in anderen Teilen der Branche erlebe, erscheinen viele frühere Konflikte plötzlich in einem völlig anderen Licht.
Und ja, Albin Loidl hat recht, wenn er sagt, er sei der bessere Präsident. Denn eines weiß ich heute ganz sicher: Ich hätte das, was offenbar von einem DRV-Präsidenten erwartet wird, niemals tun können.
Mit mir kann man streiten. Aber ich hätte niemals Vorgänge gedeckt oder mitgetragen, die ich für rechtswidrig oder kriminell halte. Auch hätte ich niemals gesagt "ich arbeite ehrenamtlich" und kassiere "hinten herum" Geld. Wenn das die Voraussetzung für ein solches Amt ist, dann war ich tatsächlich nie die Richtige dafür.
Und ich gebe zu: Ich hätte große Lust, das alles einmal vollständig aufzuarbeiten. 📂
Ich werde meinen Mund nicht halten. 🎤 Denn es geht nicht um Posten oder Eitelkeiten. Es geht um die Zukunft einer ganzen Branche – und die ist zu wichtig für Angst, Machtspiele und Schweigen".