VUSR Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V.

VUSR Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V. Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von VUSR Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros - Bundesverband e.V., Reisen und Verkehr, Waldemeistraße 3, Iserlohn.

Förderung der Outgoing-Touristik und die Vertretung der Interessen der in diesem Bereich tätigen Unternehmen und Personen in gewerblichen, politischen, wirtschaftlichen, beruflichen und rechtlichen Belangen.

🔴 Berlin. Hinter den Kulissen der Reisebranche.Was unsere Erste Vorsitzende in den vergangenen Tagen in Berlin erlebt un...
09/06/2026

🔴 Berlin. Hinter den Kulissen der Reisebranche.

Was unsere Erste Vorsitzende in den vergangenen Tagen in Berlin erlebt und erfahren hat, hat sie tief erschüttert.

In einem sehr persönlichen und schonungslos offenen Kommentar beschreibt sie ihre Eindrücke, stellt unbequeme Fragen und erklärt, warum sie gerade jetzt nicht schweigen will:

Wen es interessiert: Hier ihr persönlicher Bericht aus Berlin:

"Ich schreibe diese Zeilen aus Berlin 🇩🇪, weil ich mir etwas von der Seele schreiben muss. Sonst platze ich. 😡

Über 40 Jahre bin ich in dieser Branche. Ich dachte, ich hätte an Schlechtigkeit, Machtspielen und Intrigen schon alles erlebt. Ich habe mich geirrt. 😞

Das, was aktuell passiert, ist für mich das Allerletzte.

Primär ärgert mich ein Sachverhalt rund um den DRSF: Die DERTOUR Deutschland hat den DRSF aus eigenen Mitteln verklagt und gewonnen. ⚖️ Es ging um die Doppelzahlung zur Absicherung der Kundengelder.

Jetzt geht der DRSF auf Veranlassung des Bundesjustizministeriums gegen die DERTOUR vor – finanziert aus dem Vermögen des DRSF. 💰

Und wer gehört zu den größten Einzahlern dieses Fonds? Die DERTOUR.

Mit anderen Worten: Sie finanziert über ihre Beiträge mittelbar das Verfahren gegen sich selbst. 🤯 Unfassbar!

Das muss mir einmal jemand erklären.

Noch erschreckender finde ich aber etwas anderes: Das BMJV ist Aufsichtsbehörde für den DRSF – keine "Bestimmungsbehörde" für die Reisebranche. 🏛️ Trotzdem entsteht bei mir der Eindruck, dass die Gesellschafter nur noch mit den Hacken schlagen, wenn aus dem BMJV etwas vorgegeben wird.

Und noch schlimmer: Sie lassen offenbar alles zu.

Warum? 🤔

Aus Angst vor persönlicher Haftung? Aus Angst davor, dass frühere Entscheidungen aufgearbeitet werden? Oder weil an den Vorwürfen doch mehr dran ist, als viele wahrhaben wollen?

Wenn Zusammenhalt nur noch daraus besteht, dass alle schweigen, damit die gemeinsame Leiche im Keller nicht gefunden wird, dann ist das kein Zusammenhalt. Dann ist das eine Schicksalsgemeinschaft aus Angst. ⚠️

Fast eine Milliarde (!) Euro liegen im DRSF. Dieses Geld gehört nicht dem Staat. Es sind keine Steuergelder. Es gehört der Tourismuswirtschaft. ✈️

Und noch etwas hätte ich nie gedacht: Ich habe die über viele Jahre sehr kritisch gesehen. Heute bin ich fast froh, mit ihr im Dialog zu sein. Denn angesichts dessen, was ich derzeit in anderen Teilen der Branche erlebe, erscheinen viele frühere Konflikte plötzlich in einem völlig anderen Licht.

Und ja, Albin Loidl hat recht, wenn er sagt, er sei der bessere Präsident. Denn eines weiß ich heute ganz sicher: Ich hätte das, was offenbar von einem DRV-Präsidenten erwartet wird, niemals tun können.

Mit mir kann man streiten. Aber ich hätte niemals Vorgänge gedeckt oder mitgetragen, die ich für rechtswidrig oder kriminell halte. Auch hätte ich niemals gesagt "ich arbeite ehrenamtlich" und kassiere "hinten herum" Geld. Wenn das die Voraussetzung für ein solches Amt ist, dann war ich tatsächlich nie die Richtige dafür.

Und ich gebe zu: Ich hätte große Lust, das alles einmal vollständig aufzuarbeiten. 📂

Ich werde meinen Mund nicht halten. 🎤 Denn es geht nicht um Posten oder Eitelkeiten. Es geht um die Zukunft einer ganzen Branche – und die ist zu wichtig für Angst, Machtspiele und Schweigen".

500-Euro-Flugreisen werden zur Ausnahme – der VUSR fordert neue Perspektiven für UrlauberWer glaubt, günstige Flugreisen...
05/06/2026

500-Euro-Flugreisen werden zur Ausnahme – der VUSR fordert neue Perspektiven für Urlauber

Wer glaubt, günstige Flugreisen würden bald wieder zur Regel, dürfte enttäuscht werden. Der VUSR plädiert deshalb für mehr Aufmerksamkeit für Bahn-, Bus- und Eigenanreisen sowie für eine stärkere Einbindung der Reisebüros bei der Beratung. Warum Mobilitätsalternativen künftig wichtiger werden und welche Forderungen der Verband an Politik und Branche richtet, lesen Sie in unserer aktuellen Pressemitteilung.

https://vusr.de/news/vusr-flugreisen-bleiben-teuer-alternativen-staerken

Gedanken unserer ersten Vorsitzenden auf dem Weg nach Berlin  😉🚆🇩🇪 Auf dem Weg nach Berlin. Ins Herz der Macht.Sitze im ...
04/06/2026

Gedanken unserer ersten Vorsitzenden auf dem Weg nach Berlin 😉

🚆🇩🇪 Auf dem Weg nach Berlin. Ins Herz der Macht.

Sitze im Zug hänge wegen Feuerwehreinsatz auf der Strecke zwischen Wolfsburg und Berlin fest.😞

Schaue mir gerade die Kommunikation der vergangenen Monate rund um den neuen DRV-Präsidenten an, mir fällt auf, wie stark über Nähe, Kontakte und Begegnungen gesprochen bzw. berichtet wird – und über konkrete Ergebnisse? Nix!

📸 Auch ich könnte jeden Tag Fotos posten. Mit Abgeordneten. Mit Entscheidern. Mit Verbandsvertretern. Mit Menschen, die man kennt. (Davon gibt es genug. Ein paar Beispiele füge ich bei. Bei Bedarf gibt es gerne mehr 😉 )

❌ Aber ein Foto ist kein Einfluss.
🤝 Ein Händedruck ist kein politischer Erfolg.

📱 Und eine Social-Media-Kampagne ersetzt keine Ergebnisse.
Genau deshalb stört mich das "verlogene" Marketing des . Da werden Bilder produziert, Netzwerke inszeniert und Nähe zur Politik suggeriert. Doch die entscheidende Frage bleibt:
👉 Was wurde konkret erreicht?

Denn am Ende zählen keine Selfies, keine Shake-hands-Momente und keine Hochglanz-Posts.

🏛️ Am Ende zählen politische Entscheidungen und messbare Verbesserungen für die Reisewirtschaft.

Die vorletzte Sitzungswoche des Deutschen Bundestages beginnt erst am Montag. Die wichtigen Gespräche finden jedoch oft vorher statt – im kleinen Kreis, abseits der Kameras und ohne Social-Media-Begleitung.

☕️ Berlin ist nicht nur der Ort der offiziellen Termine. Hier werden Positionen ausgetauscht, Mehrheiten vorbereitet und Entscheidungen beeinflusst. Oft dort, wo keine Fotografen dabei sind.

👀 Wir werden sehen, wer tatsächlich Einfluss hat und wer nur den Eindruck davon vermittelt.

⚖️ Wer Politik auf Fototermine reduziert, verwechselt Sichtbarkeit mit Wirksamkeit. Die kommenden Monate werden zeigen, wer wirklich etwas bewegt – und wer lediglich Marketing betreibt um sich in die Rente zu retten!

🇩🇪🚆🏛️

Lesenswerte Recherche!Gute Recherche des manager magazin  magazin –   und das nicht nur beim Thema Strom, sondern auch m...
03/06/2026

Lesenswerte Recherche!

Gute Recherche des manager magazin magazin – und das nicht nur beim Thema Strom, sondern auch mit Blick auf die Reisebranche, wo der VUSR - Bundesverband seit Jahren ähnliche Fragen stellt.

"Wer Neutralität verkauft, sollte selbst höchste Transparenzstandards erfüllen. Genau daran bestehen bei Check24 zunehmend Zweifel. Seit 2017 werden keine vollständigen Geschäftszahlen mehr veröffentlicht, Ordnungsgelder in Millionenhöhe werden offenbar in Kauf genommen. Gleichzeitig tauchen eigene Produkte und Beteiligungen in Rankings und Empfehlungen weit vorne auf – ohne dass die dahinterliegenden Interessen für Verbraucher immer sofort erkennbar sind.

Der Vergleich den wir mit Wirecard ziehen, bezieht sich ausdrücklich nicht auf das Geschäftsmodell, wohl aber auf die Haltung zur Transparenz: Wer Marktteilnehmer bewertet, vergleicht und Empfehlungen ausspricht, darf sich selbst nicht der öffentlichen Kontrolle entziehen. Der VUSR kritisiert seit Jahren genau diese Intransparenz sowie mögliche Wettbewerbsverzerrungen und fordert die Offenlegung der gesetzlich vorgesehenen Finanzdaten.

Ein neutraler Vergleich sieht anders aus".








https://www.manager-magazin.de/unternehmen/tech/check24-draengt-mit-eigenem-produkt-in-strommarkt-kann-sich-das-vergleichsportal-das-leisten-a-628ea165-6fbe-47e4-9027-849e99025967?sara_ref=re-so-wa-sh

Kommentar unserer Vorsitzenden Marija Linnhoff zu Aussagen auf dem  heutigen DRV-Reisevertriebstag i.S. AIDA - Urteil:Ma...
02/06/2026

Kommentar unserer Vorsitzenden Marija Linnhoff zu Aussagen auf dem heutigen DRV-Reisevertriebstag i.S. AIDA - Urteil:

Man kann über das AIDA-Urteil diskutieren.

Man kann es kritisieren.

Man kann sogar versuchen, es wegzuerklären.

Aber man kann nicht ernsthaft behaupten, dieses Verfahren habe nichts mit dem Handelsvertretermodell zu tun.

https://vusr.de/news/2026-06_25-05-22-handelsvertretermodell-reisebuero-aida-urteil

📌 Gedanken zum Sonntag🤔 Während in unserer Branche oft über Nebenschauplätze diskutiert wird, geraten die wirklich entsc...
31/05/2026

📌 Gedanken zum Sonntag

🤔 Während in unserer Branche oft über Nebenschauplätze diskutiert wird, geraten die wirklich entscheidenden Herausforderungen immer stärker aus dem Blickfeld.

⚠️ Die Zukunft vieler Reisebüros, notwendige Reformen und die Frage, wie wir den Vertrieb von morgen gestalten, verdienen deutlich mehr Aufmerksamkeit als persönliche Befindlichkeiten, Symbolpolitik oder vermeidbare Grabenkämpfe.

💬 Unsere erste Vorsitzende schildert in ihrem aktuellen Kommentar sehr persönlich, warum sie diese Entwicklung zunehmend beschäftigt, weshalb sie Kraft kostet – und warum gerade jetzt Ehrlichkeit, Mut und Veränderungsbereitschaft gefragt sind.

🚀 Denn nur wer die Realität anerkennt, kann Lösungen entwickeln und Zukunft gestalten.

➡️ Hier kommt der vollständige Kommentar:

"Diese beiden Bilder liegen gerade einmal fünf Tage auseinander.

Wer genau hinschaut, erkennt nicht nur eine äußere Veränderung. Er erkennt, was echte Interessenvertretung kostet. Was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und nicht den einfachen Weg zu gehen. Aber auch Lebensfreude, Spaß.

Wer glaubt, Lobbyarbeit bestehe aus Empfängen, Fotos mit prominenten Politikern, Hashtags und höflichen Schulterklopfern, hat nie erlebt, was es bedeutet, konsequent für die Interessen einer Branche einzustehen.

Meine Art der Lobbyarbeit ist nicht die bequeme Variante. Sie besteht nicht darin, jedem nach dem Mund zu reden oder sich mit den Mächtigen gutzustellen. Sie besteht darin, Missstände anzusprechen, unbequeme Fragen zu stellen und dort nachzuhaken, wo andere lieber wegschauen.

Das kostet Kraft. Es kostet Zeit. Es kostet Nerven. Und es macht nicht immer Freunde.

Eine Wahrheit beschäftigt mich derzeit besonders. Sie kostet mich Kraft, sie schmerzt mich und sie ist einer der Hauptgründe, warum ich nicht schweigen werde.

Wir stehen vor tiefgreifenden Veränderungen in unserer Branche. Viele Unternehmen werden diese Entwicklung nicht überstehen. Das ist keine Provokation und keine Schwarzmalerei. Es ist eine Einschätzung, die auf Entwicklungen, Zahlen und Fakten basiert.

Was mich irritiert: Diese Realität wird öffentlich noch immer bestritten. Von gewerbepolitischen Mitbewerbern, von Teilen der Veranstalter und von Menschen, die hinter verschlossenen Türen längst anders sprechen als vor Mikrofonen und Kameras.

Hinter vorgehaltener Hand wird offen über Herausforderungen, Risiken und notwendige Veränderungen gesprochen. Öffentlich wird dagegen oft der Eindruck vermittelt, als sei alles im Wesentlichen in Ordnung.

Genau das halte ich für "skrupellos".

Jetzt ist die Zeit für Ehrlichkeit. Jetzt müssen wir offen aussprechen, was auf die Branche zukommt. Nicht um Angst zu verbreiten, sondern um Lösungen zu entwickeln. Denn nur wer die Realität anerkennt, kann Verantwortung übernehmen und tragfähige Alternativen schaffen.

Der Handelsvertreterstatus hatte über Jahrzehnte seine Berechtigung. Aber Märkte verändern sich. Kunden verändern sich. Geschäftsmodelle verändern sich. Deshalb dürfen wir nicht so tun, als könnten die Antworten von gestern die Probleme von morgen lösen.

Leidenschaft bedeutet nicht nur, seinen Beruf zu lieben. Leidenschaft bedeutet auch Mut – den Mut zu haben, Missstände klar zu benennen, selbst dann, wenn es unbequem wird.

Vielleicht würde auch unserer Politik etwas mehr davon guttun. Statt ständig zu streiten und den Blick auf die nächste Wiederwahl zu richten, wäre es wichtiger, Probleme tatsächlich zu lösen. Wer nur darauf bedacht ist, keinen Ärger zu bekommen, wird notwendige Reformen niemals durchsetzen.

Deshalb: Die Zeit der Schönfärberei ist vorbei. Jetzt braucht es Ehrlichkeit, Mut und die Bereitschaft, Veränderungen anzustoßen. Jetzt!"



SAVE THE DATE - 02.06.2026
20/05/2026

SAVE THE DATE - 02.06.2026

SAVE THE DATE!

Wenn Branchenstimme auf Klartext trifft: Beim eniyan Talk am 02.06.2026 ist der VUSR zu Gast – vertreten durch Marija Linnhoff, eine der prägendsten Stimmen der Reisebranche.

Nach einer viel diskutierten Jahrestagung, bei der Themen wie politische Regulierung, Zusammenhalt der Branche und die Zukunft unabhängiger Reisebüros im Fokus standen, wird es spannend:
Wie positioniert sich der VUSR aktuell?
Welche Herausforderungen bewegen den Mittelstand wirklich?
Und warum fordert der Verband mehr gemeinsame Stärke innerhalb der Touristik?

Ein Talk über Haltung, Veränderung und die Zukunft der Branche. 🎙️

Das Urteil gegen AIDA überrascht nicht – die eigentliche Baustelle liegt tieferDie Entscheidung des Oberlandesgerichts D...
13/05/2026

Das Urteil gegen AIDA überrascht nicht – die eigentliche Baustelle liegt tiefer

Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf im Verfahren zwischen AIDA Cruises und S-Markt & Mehrwert kommt für viele Branchenkenner nicht überraschend.

Wer sich seit Jahren mit Vertriebsstrukturen, Handelsvertreterstatus und Kartellrecht beschäftigt, konnte die Richtung des Urteils durchaus vorhersehen. Die zentralen Grundsätze hierzu sind weder neu noch exotisch – sie sind im
europäischen Wettbewerbsrecht seit Jahrzehnten angelegt und spätestens seit 1987 Gegenstand juristischer und vertrieblicher Diskussionen.

„Das Urteil war aus kartellrechtlicher Sicht durchaus vorhersehbar. Die Grundsatzfragen rund um Preisbindung, Handelsvertreterstatus und Provisionsweitergabe beschäftigen die Branche nicht erst seit gestern, sondern faktisch seit Jahrzehnten“, erklärt Marija Linnhoff, Vorsitzende des VUSR.
Das Gericht hat letztlich bestätigt, dass ein Vermittler, der wirtschaftlich eigenständig am Markt agiert und eigene Risiken trägt, nicht wie ein vollständig integrierter „echter“ Handelsvertreter behandelt werden kann.
Genau an diesem Punkt liegt das Kernproblem. Denn wenn ein Vertriebspartner eigenständig handelt, kann ihm nicht ohne Weiteres untersagt werden, Teile seiner Provision zur Kundengewinnung einzusetzen. Das Gericht sieht darin eine Einschränkung des Preiswettbewerbs – und damit einen kartellrechtlich relevanten Eingriff.

AIDA wollte erkennbar etwas anderes erreichen: mehr Kontrolle über die Preisgestaltung des eigenen Produkts. Aus Unternehmenssicht ist das nachvollziehbar. Kein Veranstalter sieht gern, wenn die eigene Marke über Cashback-Modelle, Rückvergütungen oder versteckte Preisnachlässe in einen
dauerhaften Rabattwettbewerb gezogen wird. Die Sorge vor einer Erosion der Preishoheit ist legitim.

Allerdings muss man ebenso klar sagen: Die Branche hat diese Entwicklung über Jahrzehnte selbst mit erzeugt. Die Rabatt- und Rückvergütungsmodelle sind keine neue Erscheinung. Sie wurden in den 80er- und 90er-Jahren zunehmend akzeptiert, teilweise aktiv gefördert und später als normales Vertriebsinstrument toleriert. Heute stellt man fest, dass sich diese Dynamik kaum noch kontrollieren lässt.

Der Geist ist aus der Flasche.

„Die Branche hat diese Systeme selbst geschaffen und über viele Jahre akzeptiert. Heute zeigt sich, dass sich Rabatt- und Cashback-Modelle nicht mehr einfach über Vertragsklauseln zurückdrehen lassen. Das eigentliche Problem liegt deutlich tiefer“, so Linnhoff weiter.
Genau deshalb wirkt der juristische Versuch, das Problem über Vertragsklauseln zu lösen, nur bedingt überzeugend. Denn das eigentliche strukturelle Thema bleibt bestehen: Solange Vertriebspartner formal eigenständig auftreten und gleichzeitig Preiswettbewerb betreiben, kollidiert dies zwangsläufig
mit dem Wunsch der Veranstalter nach einheitlicher Marktsteuerung.

Die langfristige Lösung dürfte daher kaum in weiteren Gerichtsverfahren liegen, sondern eher in einer grundlegenden Neuordnung der Vertriebsmodelle. Nettopreise wären dabei vermutlich der konsequenteste Ansatz. Sie würden die Rollen klarer definieren, die Preisgestaltung transparenter machen und viele der heutigen Konflikte entschärfen.
Allerdings würde dies auch erhebliche Veränderungen für Vertrieb und Veranstalter bedeuten.

Interessant wird nun die Frage sein, ob AIDA tatsächlich den nächsten Schritt geht und Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einlegt. Juristisch mag das möglich sein.
Strategisch stellt sich jedoch die Frage, ob eine weitere Eskalation sinnvoll ist. Denn mit jedem weiteren Verfahren rückt auch die grundsätzliche Diskussion um den Handelsvertreterstatus stärker in den Fokus. Genau darin liegt das eigentliche Risiko.

Sollte höchstrichterlich noch deutlicher definiert werden, wann ein Vertriebspartner eben kein „echter“ Handelsvertreter mehr ist, könnte dies weitreichende Folgen für bestehende Vertriebsstrukturen haben – nicht nur bei AIDA, sondern branchenweit. Dieses Risiko ist real. Wer behauptet, das spiele keine Rolle, unterschätzt die Tragweite der aktuellen Entwicklung.

Hinzu kommt: Der Fall hat bereits erhebliche Ressourcen gebunden. Über Jahre wurden hohe Summen in Prozesse, Gutachten und juristische Auseinandersetzungen investiert. Ob sich daraus am Ende ein strategischer Vorteil ergibt, bleibt offen.

Das Urteil ist deshalb mehr als nur eine Niederlage in einem Einzelfall. Es ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die bisherige Balance zwischen Veranstaltern, Vertrieb und Preisgestaltung zunehmend an ihre Grenzen stößt. Die Branche wird sich dieser Diskussion künftig intensiver stellen müssen.

Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf (Aktenzeichen: I-16 U 70/24

Einige persönliche Worte unserer ersten Vorsitzenden.Unsere Branche hat in den vergangenen Jahren viel erlebt: Krisen, K...
12/05/2026

Einige persönliche Worte unserer ersten Vorsitzenden.

Unsere Branche hat in den vergangenen Jahren viel erlebt: Krisen, Konflikte, wirtschaftlichen Druck, aber auch persönliche Verletzungen und tiefe Gräben zwischen Menschen, die eigentlich dieselbe Leidenschaft verbindet – den Tourismus und die Verantwortung für andere Menschen.

Vielleicht ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, nicht noch mehr Mauern aufzubauen, sondern wieder Brücken zu schlagen. Nicht übereinander zu sprechen, sondern miteinander. Nicht vorschnell zu urteilen, sondern zuzuhören. Denn hinter jeder öffentlichen Debatte stehen Menschen, Perspektiven und Geschichten, die oft komplexer sind, als sie von außen erscheinen.

Der folgende Text ist deshalb kein Angriff, sondern ein persönlicher Denkanstoß. Ein Appell an mehr Fairness, mehr Menschlichkeit und mehr Bereitschaft, auch andere Blickwinkel zuzulassen:

"„Sechs“ oder „Neun“ – je nach Perspektive.

Dieses Bild beschreibt für mich sehr treffend, was ich, Marija Linnhoff, in den vergangenen Jahren erlebt habe. Viele Menschen haben sich ein Urteil gebildet, ohne meine Sicht der Dinge wirklich hören zu wollen. Doch nur weil jemand überzeugt behauptet, recht zu haben, bedeutet das nicht automatisch, dass die andere Seite falsch ist.

Und ja: Ich habe Fehler gemacht.
Nicht aus Bosheit. Nicht aus Berechnung. Sondern auch, weil ich irgendwann nicht mehr wusste, wie ich mit all den Vorwürfen, Halbwahrheiten und Lügen umgehen sollte, die damals bereits im Raum standen. Wer dauerhaft unter Druck steht, reagiert nicht immer perfekt.

Aber genau an diesem Punkt begann auch meine Entwicklung.
Denn irgendwann habe ich angefangen, nicht nur meine eigene Wahrheit zu sehen, sondern auch die Wahrnehmung der anderen Seite verstehen zu wollen. Das war sehr schmerzhaft, aber notwendig. Und genau darin liegt für mich heute der Unterschied zwischen Macht und Größe: Fehler einzugestehen, Perspektiven zuzulassen und daran zu wachsen.

Deshalb richtet sich mein Appell heute auch an meine Widersacher in der Branche, insbesondere an den DRV, den BTW, AIDA, RDA, V.I.R und alle Verantwortlichen mit Einfluss:

Wenn ich lernen konnte, meine Perspektive zu hinterfragen und mich weiterzuentwickeln – warum sollte das nicht auch anderen möglich sein?

Es sei denn, manche hängen so sehr an Macht, Geld oder ihrem eigenen Status, dass sie lieber über Menschen hinweggehen, statt Brücken zu bauen. Manche verwechseln nämluch Führung mit Kontrolle und Stärke mit Härte. Doch wahre Größe zeigt sich nicht darin, andere kleinzumachen, sondern darin, fair zu bleiben, selbst wenn es unbequem wird.

Wir brauchen in unserer Branche wieder mehr Menschlichkeit, mehr Mut zur Differenzierung und mehr Respekt im Umgang miteinander. Denn hinter jeder öffentlichen Diskussion steht ein Mensch – mit Fehlern, mit Verletzungen, aber auch mit der Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln.

Am Ende sitzen wir vielleicht alle auf derselben Seite des Bildes. Wir schauen nur aus unterschiedlichen Blickwinkeln darauf".

Wir haben zahlreiche Hinweise und Rückmeldungen aus dem Vertrieb erhalten, die uns veranlassen, diese Aktion öffentlich ...
10/05/2026

Wir haben zahlreiche Hinweise und Rückmeldungen aus dem Vertrieb erhalten, die uns veranlassen, diese Aktion öffentlich zu thematisieren!

Die nachfolgend gezeigte Rabattaktion von Aldiana beziehungsweise der Dertour-Gruppe sorgt aktuell in vielen Reisebüros für erheblichen Unmut.

Wieder einmal setzt die Dertour-Gruppe auf Direktmarketing – ein Vorgehen, das wir grundsätzlich nachvollziehen können. Was wir jedoch für äußerst problematisch halten, ist die Art und Weise: offensichtlich ohne Einbindung, ohne Hinweis und letztlich hinter dem Rücken der stationären Reisebüros.
Zudem wurde uns mitgeteilt, dass offenbar auch Bestandskunden von Reisebüros direkt angeschrieben wurden – verbunden mit dem Hinweis auf Direktbuchungen und den entsprechenden Rabattcode, jedoch ohne Hinweis auf eine mögliche Buchung über Reisebüros. Eine abschließende Prüfung dieser Hinweise liegt uns derzeit noch nicht vor. Sollte sich dies jedoch bestätigen, wäre das aus unserer Sicht ein weiterer schwerer Schlag für das partnerschaftliche Verhältnis zum Vertrieb.

Ist das tatsächlich die Handschrift von ?

Gleichzeitig setzen wir darauf, dass Herr hier nun offiziell interveniert. Herr Dr. Welbers genießt im Vertrieb großes Vertrauen und steht für partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Reisebüros bzw. dem Vertrieb.

Wir appellieren daher an die Dertour-Gruppe: Bitte verzichten Sie darauf, Bestandskunden aus dem Reisebürovertrieb gezielt in Direktbuchungskampagnen zu überführen – oder schaffen Sie zumindest die Möglichkeit, dass Buchungen und die Einlösung solcher Rabattcodes selbstverständlich auch über Reisebüros erfolgen können.
Vertriebspartnerschaft darf keine Einbahnstraße sein.

Adresse

Waldemeistraße 3
Iserlohn
58636

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 15:00
Dienstag 10:00 - 15:00
Mittwoch 10:00 - 15:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 15:00

Telefon

+49 2371 151955

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