17/07/2026
Achtung. Stop! Südtirol hat genug. Es hat sich lange schon angekündigt.
Südtirol verschärft seine Vorgaben deutlich: Organisierte Motorradveranstaltungen sowie viele geplante Motorradtouren sind künftig auf zahlreichen Passstraßen nicht mehr zulässig.
Wer gemeinsam mit Freunden eine organisierte Tour durch die Dolomiten plant, sollte sich künftig genau mit den geltenden Bestimmungen auseinandersetzen. Ab dem 19.07. gelten in Südtirol strengere Regelungen, die nicht mehr nur klassische Motorsportveranstaltungen betreffen. Auch viele gemeinschaftlich organisierte Motorradausfahrten fallen künftig unter die neuen Vorgaben.
Von den Änderungen betroffen sind unter anderem bekannte Alpenpässe wie das Stilfser Joch, das Timmelsjoch, der Jaufenpass, das Grödner Joch, das Sellajoch und der Karerpass. Darüber hinaus können zahlreiche weitere Straßen – insbesondere in Höhenlagen ab 1.600 Metern sowie in ökologisch sensiblen Gebieten – von den neuen Bestimmungen erfasst oder bei Bedarf in diese einbezogen werden.
Bemerkenswert ist, dass sich die Regelung längst nicht mehr ausschließlich auf Rallyes beschränkt. Auch organisierte Motorrad- und Oldtimerausfahrten beziehungsweise Touren können künftig untersagt werden. Maßgeblich ist dabei nicht die gefahrene Geschwindigkeit, sondern ob die Fahrt geplant, koordiniert oder durch einen Verein, ein Unternehmen oder eine Gruppe organisiert wird. 🫣
Grund: Schutz der Natur und Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie die Sicherstellung eines möglichst störungsfreien Verkehrsflusses (Anwohnerschutz).
Es bleibt abzuwarten, ob dieser Schritt tatsächlich zu einem besseren Schutz von Natur und Anwohnern beiträgt oder ob am Ende vor allem diejenigen eingeschränkt werden, die ihre Ausfahrten ohnehin verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll organisieren. Was es für die durchaus auf diese Touristen abgestimmten Gastronomien und Hoteliers bedeutet und ob das so auch 1:1 umgesetzt wird, wird sich ebenfalls zeigen.
Wie ist eure Meinung dazu? Haltet ihr diese Maßnahme für sinnvoll oder geht sie eurer Ansicht nach zu weit? Es war ja auch mal ein Tagesticket, Voranmeldung/ Registrierung und co die Rede, was jedoch organisatorisch schwer abbildbar sein dürfte…
Teilt diesen Beitrag gerne mit euren Freunden und Bekannten. Viele Motorradfahrer dürften von dieser Änderung bislang noch nichts erfahren haben.