11/06/2026
🚜 Von der Bauwagen-Behausung zum modernen Kieswerk
In den Nachkriegsjahren
war Kies knapp und heiß begehrt – wer bauen wollte, musste sich das Material quasi erbetteln. Genau in dieser Zeit fasste Eugen Koch 1954 einen mutigen Entschluss: Er verkauft einen LKW mit „blauer Konzession“, der Fahrten bis 150 km Umkreis ermöglichte, um sich das erste Gelände in Griesingen leisten zu können.
Vom restlichen Geld wurden ein gebrauchter Eimerkettenbagger, ein Fuchs-Bagger und eine Excelsior-Sandtrommel-Schöpfrad mit Siebtrommel angeschafft – einfache Mittel, aber der Start in eine neue Ära. Rudi Koch war für das Kieswerk vorgesehen, und als „erste Betriebszentrale“ diente ein Bauwagen, der gleichzeitig Behausung und Maschinenraum war. Rudi schlief dort – zusammen mit einem Wachhund, mitten im Geschehen.
1956
kam der erste Betriebsleiter, Rudi Koch ging zurück nach Metzingen. Doch schnell zeigte sich: Griesingen lag im Endausläufer der Moräne, das Kies war minderwertig. Dazu Hochwasser und harte Jahre – leicht war hier gar nichts.
1957
Die Antwort darauf war kein Rückzug, sondern der nächste Schritt: 1957 wurden die ersten Grundstücke in Rißtissen gekauft. Eugen und Gerhard Koch organisierten den Umzug, die erste Kiesaufbereitungsanlage entstand, das Werk wurde Stück für Stück erweitert und mit immer mehr Maschinen ausgestattet.
In den 70er Jahren
ging es dann richtig los: Der Straßenbau florierte und wir belieferten unzählige Infrastrukturprojekte. Doch trotz des stetigen Wachstums war diese Zeit eine finanzielle Durststrecke. Was von außen nach purem Aufschwung aussah, verlangte uns alles ab. Zudem machten schlechte Straßen, schwierige Anfahrten und lange Wege jede Lieferung zur Herausforderung. Aber aufgeben war nie eine Option!
Heute
seht ihr auf dem Luftbild, was aus diesen Anfängen geworden ist:
Ein modernes Kieswerk in Rißtissen mit großen Anlagen, viel Maschinentechnik und leistungsstarker Aufbereitung – gewachsen aus Mut, Verzicht und echter Anpacker-Mentalität.
Schippe drauf seit 1936. 🚀