17/08/2026
Uhingen
17. August 2026 Notstromaggregat
Bei einem Stromausfall, aus welchen Gründen auch immer, können Rathaus und Feuerwehr
mittels eines Notstromaggregats versorgt werden. Foto: Stadt Uhingen
Gewappnet für Stromausfall
Bei einem Testlauf prüfen Feuerwehr und Stadtverwaltung
die Versorgung mittels eines speziellen Aggregats. So kann
gewährleistet werden, dass im Krisenfall die Arbeit der
Rettungskräfte und des Krisenstabs aufrecht erhalten
werden kann.
Uhingen – Mehr als 300 Einsätze für hunderte Rettungskräfte nahezu
zeitgleich in Uhingen, tausende gefährdete Menschen, mehr als 300
leergepumpte Gebäude: Die Starkregen-Ereignisse im Sommer 2024
hatten den Menschen alles abverlangt. Vom Uhinger
Feuerwehrmagazin aus koordinierte der Krisenstab die
Rettungseinsätze. Doch was, wenn durch das Hochwasser die
Stromzufuhr zusammengebrochen wäre? Wie hätte die Beinahe-
Katastrophe gemeistert werden können?
Die Antwort liefert ein 3.500 Kilogramm schweres Gerät, das bei einem
Stromausfall Energie liefern kann: ein Notstromaggregat. Dieses hat
die Stadt Uhingen bereits vor wenigen Jahren für etwa 38.500 Euro
angeschafft. Kürzlich zeigte ein Testlauf, wie das mobile Gerät das
Rathaus und gegenüberliegende Feuerwehrmagazin mit Strom
versorgen kann. „Sämtliche Kommunikation läuft über die technischen
Anlagen im Rathaus“, erklärt Uhingens Ordnungsamtsleiter Michael
Eberhard. Deshalb müsse die Stromversorgung des Rathauses
gewährleistet sein. Die Versorgung des FFW-Gebäudes sei ebenso
wichtig, da die Fahrzeuge einsatzbereit sein müssen und auch die
Leitstellen- sowie Funktechnik einwandfrei funktionieren kann.
Bisher befand sich ein Anschluss zum Stromeinspeisen via
Notstromaggregat nur bei den Rettungskräften im Feuerwehrgebäude,
erklärt der hauptamtliche Feuerwehrgerätewart Heiko Streicher, der
zugleich stellvertretender Kommandant ist. „Damit können wir das
Feuerwehrmagazin und das Rathaus versorgen“, sagt er. Wenn aber
beispielsweise die Fluten der Fils auch das Gebäude der
Rettungskräfte erfassen, könne das Notstromaggregat vor Ort
womöglich nicht eingesetzt werden.
Deshalb wurde das Rathaus der Stadt Uhingen entsprechend
nachgerüstet, sodass das Notstromaggregat das höher gelegene
Verwaltungsgebäude der Stadt und auch das tiefergelegene
Feuerwehrmagazin im Notfall mit Strom versorgen kann. „Dank des
Notstromaggregats können wir die Gebäue für viele Tage mit Strom
versorgen“, sagt Michael Eberhard. „Das gilt nicht nur im Falle eines
Hochwassers, sondern bei allen Gefahrenszenarien, wenn das
Stromnetz zusammenbrechen sollte.“
Der Testlauf, bei dem neben dem stellvertretenden FFW-
Kommandanten auch Vertreter des Ordnungsamts und Stadtbauamts
anwesend waren, verlief reibungslos. „Solche regelmäßigen Tests sind
wichtig, um die Abläufe zu üben und zu optimieren, sodass wir im
Ernstfall möglichst keine Zeit verlieren und alles reibungslos
funktioniert“, fügt Heiko Streicher hinzu.
Der Tank des Notstromaggregats hat ein Fassungsvermögen von 800
Litern Diesel und speist zirka 80 Kilovoltampere (kVA) ein.
Quelle und Bild Stadt Uhingen