24/03/2026
Ein Regenbogen bedeutet, dass der Regen vorbei ist. Aber was kommt danach? Das lässt sich an den Wolken, den Tieren und dem Wind ablesen.
Auf dem Wasser lernt man, das Wetter auf eine Weise zu lesen, die keine App einem beibringt. Die Natur gibt viele Signale, wenn man weiß, worauf man achten muss. Unsere Schiffsführer lesen sie seit Jahren. Das sind die drei, die Sie selbst üben können.
Blick auf die Wolken. Hohe, dünne Wolken an einem ansonsten klaren Himmel deuten auf stabiles Wetter hin. Quellwolken, die morgens weiß und kompakt sind, versprechen einen schönen Tag. Werden sie im Laufe des Nachmittags dunkler und flacher, steigt die Wahrscheinlichkeit von Regen. Eine Faustregel, die Segler kennen: hohe Wolken am Morgen, geringe Regenwahrscheinlichkeit.
Blick auf die Tiere. Schwalben, die hoch fliegen, sind ein gutes Zeichen. Sie jagen Insekten und Insekten fliegen bei stabilem, trockenem Wetter hoch. Fliegen die Vögel tief und unruhig, kann Wind oder Regen auf dem Weg sein. Und Mücken, die über dem Wasser tanzen? Dann ist die Chance auf Regen vorhanden.
Den Wind spüren. Ein Wind aus dem Westen bringt Bewölkung mit sich. Ein Wind aus dem Osten kündigt in der Regel trockenes, sonniges Wetter an. Ändert sich die Windrichtung schnell und nimmt die Stärke zu, kommt etwas auf uns zu. Eine leichte, gleichmäßige Brise ist das angenehmste Signal, das es gibt.
Keines dieser Signale funktioniert als abschließende Vorhersage. Sie wirken zusammen. Wer alle drei im Blick behält und sie nebeneinander legt, hat ein gutes Bild davon, was die nächsten Stunden bringen werden.
Das lernt man nicht an einem Nachmittag. Aber nach einem Tag auf dem Wasser fängt man an, es von selbst wahrzunehmen.
Haben Sie eine Frage dazu, wie wir während einer Reise mit dem Wetter umgehen? Stellen Sie sie gerne unten.