10/09/2026
Eine aktuelle Studie der Technischen Universität München stellt die verbreitete Darstellung vom „emissionsfreien“ E-Auto deutlich infrage. Denn entscheidend ist nicht allein, was während der Fahrt aus dem Auspuff kommt, sondern welche Emissionen über den gesamten Lebenszyklus entstehen. Bezieht man Herstellung und Verwertung mit ein, fällt die Bilanz weit weniger eindeutig aus: Im Durchschnitt verursachen E-Autos laut Studie 41 Prozent weniger CO2 als vergleichbare Verbrenner. Je nach zugrunde gelegtem Szenario kann sich dieses Verhältnis sogar umkehren. In einzelnen Berechnungen liegen die CO2-Emissionen von E-Autos über den gesamten Lebenszyklus bis zu 21 Prozent über denen vergleichbarer Verbrenner.
Noch fragwürdiger wird die Rechnung beim Blick auf die Kosten. Wie die WELT berichtet, kostet es in Deutschland mehr als zehnmal so viel, über E-Autos eine Tonne CO2 einzusparen wie über den europäischen Emissionshandel – den wir ebenfalls ablehnen. Der Vergleich zeigt dennoch deutlich, mit welchem finanziellen Aufwand hier vergleichsweise geringe Einsparungen erkauft werden.
Doch der Preis dieser Politik wird nicht nur in Milliarden gemessen. Die jahrelange politische Bevorzugung des E-Autos setzt gerade die deutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer massiv unter Druck.
Trotzdem hält die Bundesregierung an diesem Kurs fest. Sie riskiert Arbeitsplätze, Produktionsstandorte, Wertschöpfung und technologisches Know-how in Deutschland, anstatt eine technologieoffene Verkehrspolitik zu ermöglichen.
Unter dem Strich finanziert der Staat mit Milliarden eine Politik, die der eigenen Automobilindustrie erheblichen Schaden zufügt. Statt Deutschlands wichtigste Industrie zu stärken, subventioniert die Bundesregierung ihren Niedergang.
https://www.welt.de/debatte/plus6a9685209452c5223822f040/co2-emissionen-der-irrtum-vom-gruenen-e-auto.html?icid=product.animatedbanner.plus.3