22/07/2026
Abklatschproben:
Ein sehr wichtiges Instrument in der Lebensmittelherstellung, um die Betriebshygiene im Auge zu halten. Auch hier gilt: aus Fehlern kann man nur lernen.
So wurden in betreuten Betrieben in diesem Monat zig Abklatschproben genommen und um zwei interessante Beispiele zu nennen:
1. Probennehmer fällt durch, obwohl die Oberflächen unmittelbar vor der Probennahme desinfiziert wurden. Die Lösung der Problematik war, dass das Desinfektionsmittel im großen Kanister bereits seit ein paar Monaten abgelaufen war. Verbunden mit dem häufigen Öffnen des Behälters, verdunstet/verfliegt irgendwann der Alkohol, der in diesem Fall ein Haptbestandteil des Mittels war. Es war also wirkungslos. Gelernt daraus: Gebindegrößen kleiner einkaufen. Behälter so kurz wie möglich geöffnet lassen.
2. Probennehmer fällt bei allen Gegenständen durch, die aus der Spülmaschine heraus nach dem Trocknungsvorgang in dieser beprobt wurden.
Ergebnis: Temperatur in der Spülmaschine nicht heiß genug. Trocknungsvorgang sinnfrei, wenn innerhalb der Maschine gar keine Hygiene herrscht(e). In dem Fall besonders schwerwiegend, da die Medien mit den Enterobakterien ebenfalls positiv sind (siehe Bilder nachfolgend). Maßnahme daher: Kunden informieren, Spülmaschine checken lassen, Reinigung durchführen, Temperatur neu einstellen, nachbeproben und fertig ist die Kiste.
Was passiert, wenn Behörden solche Ergebnisse sehen? Nichts, WENN der Betrieb draus gelernt hat und Maßnahmen trifft, um besser zu werden. Die Lebensmittelkontrolle ist auch nicht blöd und erwartet keine 100% Ergebnisse in all den Jahren. Solange man also auch schlechte Ergebnisse vorlegt, die aber durch Maßnahmen korrigiert und abgestellt wurden, wird es keine Strafen oder negative Folgen für einen Betrieb geben! Habt also keine Angst, auch mal schlechte Ergebnisse zu haben, da Fehler nun mal passieren - und was macht man aus Fehlern? Genau: lernen!