28/08/2026
Die sind doch total bescheuert. Kein Fisch schwimmt doch so hoch an der Oberfläche. 😄
Das war ungefähr meine erste Reaktion, als ich meiner Frau die Bilder vom Scherenschnabel gezeigt habe, die ich auf dem Chobe vom Boot aus machen konnte.
Aber genau diese Vögel sind ziemlich cool. Sie fliegen direkt über der Wasseroberfläche und pflügen mit ihrem verlängerten Unterschnabel durchs Wasser. Trifft der Schnabel auf einen Fisch, klappt der Kopf blitzschnell nach unten – und weg ist der Fisch.
Was ich dabei immer wieder merke: Wie man den Chobe besucht, macht einen gewaltigen Unterschied.
Auf der Kasane-Seite herrscht oft ziemlich viel Betrieb. Wir fahren deshalb gerne auf die gegenüberliegende Namibia-Seite und machen dort private Bootsfahrten. Und wenn ich „private“ sage, dann meine ich das auch so.
Ich habe dort meinen Freund Peter Visagie, und Peter weiß mittlerweile ziemlich genau, was ich von einer guten Bootsfahrt erwarte. Wir diskutieren uns zwar manchmal gegenseitig die Köpfe heiß 😄, aber am Ende weiß er: Wir wollen nicht einfach nur möglichst viele Tiere sehen.
Wir wollen gute Bilder machen.
Und dafür muss das Boot eben manchmal genau richtig stehen, die Geschwindigkeit stimmen, der Abstand passen und der Bootsführer verstehen, was der Fotograf gerade versucht.
Bei einem Scherenschnabel geht das dann ungefähr so:
Vogel kommt – Kamera hoch – mitziehen – hoffen – abdrücken. Und zwar verdammt schnell.
Ein bisschen Glück gehört natürlich auch dazu.
Mehr über diesen ziemlich verrückten Vogel, seine Jagdweise und warum ich bei Bootsfahrten am Chobe so großen Wert auf den richtigen Bootsführer lege, habe ich in meinem neuen Blog geschrieben.
👉 Scherenschnabel, der „Wasserpflüger“
Und nein … mit dem Handy wird das nichts. 😂
Da würde ich währenddessen lieber einen Gin Tonic trinken und den Elefanten am Ufer zuschauen.
Der Afrikanische Scherenschnabel pflügt mit dem Unterschnabel durch den Chobe. Über Brutplätze auf Sandbänken, Bugwellen als Gefahr – und wie man ihn fotografiert.