04/05/2026
....es ist nicht schön, wenn man zum Zuschauen verdonnert wird!
Kurz hinter Göteborg, direkt an dem Gewerbepark Rollsbo, fiel mir dieser Rehbock auf, der im Straßengraben panisch Richtung Norden flüchtete, dabei seinen linken Forderlauf schonte und immer wieder versuchte, durch den Wildzaun zu kommen.
Er sprang dann zwischen Straßenrand und Wildzaun hin und her, wobei er sich drehte, sodass man den zertrümmerten Lauf deutlich pendeln sah.
Da der Graben recht tief war und die Pkw- Fahrer das traurige Schauspiel meist gar nicht sehen konnten, schaltete ich die Warnblinkanlage ein, bremste ab, öffnente das Fahrerfenster und gab den Leuten zu verstehen, dass sie ihr Tempo verringern sollten, was diese auch sofort taten.
Als dann ein kleinerer Lkw neben mir auftauchte, dessen Fahrer das Ganze ebenfalls beobachtete, bat ich ihn darum, mit mir auf gleicher Höhe zu bleiben und die Polizei zu verständigen, was dieser auch sofort tat.
Mittlerweile staute sich der Verkehr hinter uns schon, was dem Rehbock etwas "Ruhe" verschaffte, die ihn aber letztlich dazu bewegte, nun doch plötzlich über die Autobahn zu fliehen, um dann auf der anderen Seite das gleiche Schauspiel am Wildzaun zu absolvieren.
Ein uns entgegenkommender XC 70 hatte seine liebe Not, dem Rehbock dort auszuweichen, aber die ihm folgenden Fahrzeuge hatten nun auch bemerkt, was sich da abspielte.
Da ich meine Gesundheit und mein Leben in solchen Situationen niocht mehr auf´s Spiel setze, und man ein noch so agiles Wildtier nicht fangen kann, setzten wir alle die Fahrt fort.
Drei Minuten später meldete der Verkehrsfunk diese Gefahrenstelle und der erste Polizeiwagen kam uns auch entgegen.
Ein Jäger wird ihn wohl nun schon von seinen Qualen erlöst haben.